Allgemeine Informationen

Rennbericht Manuel Saueressig

Vorbericht Weltmeisterschaftslauf in Brindisi Formel 2
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Rennbericht Brindisi Formel 2
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Bootstypen

Die verwendeten Bootstypen unterscheiden sich in drei Rumpfformen. In Deutschland werden insgesamt vier Bootsformen gefahren

 

 

Der Dreipunkter hat einen flunderähnlichen Grundriss. Der Bootsboden ist flach und hat im vorderen Drittel der Bootslänge seitliche Tatzen. Das Boot gleitet auf diesen Tatzen und dem Heck (drei Punkte) über das Wasser. In diesem Bootstyp kniet der Fahrer und kann durch Gewichtsverlagerung nach außen das Kurvenverhalten wesentlich beeinflussen. Die Grundgeschwindigkeit ist in der Regel nicht ganz so hoch wie beim Proprider. Bei der Wende kann der Dreipunkter jedoch eine engere und damit schnellere Linie fahren. Dieses Boot bietet somit auf kurzen, engen Kursen einen Vorteil. Ein "Sonderfall" des Dreipunkters sind die HR 1000 Boote. Hier ist der Rumpf so umgebaut, das der Fahrer darin sitzt.

Der Proprider besitzt einen ähnlichen Grundriss wie ein Dreipunkter. Die Tatzen sind jedoch etwas länger. Der Fahrer liegt bei diesem Bootstyp auf dem Bauch. Dadurch ist die Gewichtsverteilung und der Luftwiderstand anders als beim Dreipunkter. Auf der Geraden hat dieses Boot eine hohe Grundgeschwindigkeit und reitet dabei nur noch auf einem Luftpolster und dem Propeller. Daher kommt auch der Name Proprider. In der Wende schlittert das Boot jedoch in einem größeren Wenderadius um die Wendemarke. Dieses Boot bietet somit auf langen geraden Kursen einen Vorteil.

Der Katamaran hat auf der Unterseite über die ganze Bootslänge zwei Kufen und einen hohen Aufbau in dem der Fahrer sitzt. Bei voller Fahrt wird das Boot aus dem Wasser gehoben und gleitet nur noch auf den hinteren Enden der Kufen. Mit diesem Bootstyp kann die Wende mit sehr hoher Geschwindigkeit angefahren und sehr eng umrundet werden. Dafür muss die Geschwindigkeit aber mehr reduziert werden als beim Proprider. Trotzdem ist ein Katamaran sehr viel schneller um die Wende. Aufgrund des hohen Aufbaus ist die Geschwindigkeit auf der Geraden aber geringer als bei den anderen Typen. In der Summe ist er aber der beste Kompromiss, da er gerade bei rauem Wasser besonders gut liegt. Er darf aber erst ab der Klasse F-500 und höher eingesetzt werden und sind in den größeren Klassen die gebräuchlichsten Bootstypen. Diese Boote werden in mit hochfesten und leichten Werkstoffen wie, Kohlefaser, Kevlar, Glasfaser und Airex gefertigt. Mit den einzelnen Komponenten könnte man nie diese enormen Festigkeiten erzielen, denn dies wird erst mit der "Sandwichbauweise" erreicht.

Die Sicherheitskanzel, in der der Fahrer sitzt, wird bei dem F1 Rennstall Benetton Renault in England einem Chrashtest mit zwei Tonnen unterzogen. Erst nach bestehen dieses Tests darf eine Sicherheitskanzel in ein Boot eingebaut werden.

Eine völlig andere Art von Bootsform stellt die sog. "Dreikantfeile" dar. Diese Einrumpfboote besitzen eine V-Form. Die meisten Serienboote sind mit dieser Rumpfform aufgebaut. Auch hier kommt bei entsprechender Fahrt fast der gesamte Rumpf aus dem Wasser. Wie im Katamarane wird eine "Dreikantfeile" im Sitzen gesteuert. V-Rumpfboote werden z.B. in den T-Klassen, den amerikanischen Vee-Classes und bei Pokerruns eingesetzt

Hier noch einige Informationen zu den teilnehmenden Booten der einzelen Klassen:

 

O-350

Bootstyp: Proprider, 3 Punkter

Motoren: max. 350 ccm

Leistung: ca. 95 PS

Topspeed: 160 Km/h

 

OSY 400

Bootstyp: Proprider, 3 Punkter

Motoren: Yamato, max. 400 ccm

Leistung: ca. 33 PS

Topspeed: 120 Km/h

 

O-700

Bootstyp: Katamaran

Motoren: max. 700 ccm

Leistung: ca. 150 PS

Topspeed: 200 Km/h

 

Formel-R-1000

Bootstyp: Proprider, 3 Punkter

Motoren: Serienmotor, Bj. vor 1987, max. 1000 ccm

Leistung: ca. 130 PS

Topspeed: 140 Km/h

 

Formel ADAC

Bootstyp: Katamaran

Motoren: Selva 550 ccm

Leistung: ca. 35 PS

Topspeed: 100 Km/h

 

Ausführliche Informationen finden Sie auch unter: http://www.dmyv.de/

 

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:

florian.frindert@mrh.adac.de

damoon.keschawarz@mrh.adac.de