Enduro

Das Wort „Enduro“ übersetzt aus dem spanischen „duro“ für hart und dem englischen „endurance“ bezeichnend für den Begriff Ausdauer spiegelt den Charakter dieser Motorsportart wieder .

Um es für den Leihen zu beschreiben sind die Motorräder dazu eine abgeänderte Variante einer Motocross Maschine mit der dazugehörigen Straßenzulassung . Ihr Leistungsentfaltung ist stärker auf Langstreckenrennen ausgelegt, Fahrwerk und Getriebeabstufung sind auf vielfältigen Einsatz abgestimmt um mit jeder Situation im unbekannten Gelände zurecht zu kommen.

1909 wurde im schottischem Hochland die erste Geländefahrt durchgeführt, die „Scottish Six Days Trial „.Mit umgebauten Straßenmotorrädern ging es eine Woche durchs Gelände und wurde schnell zum jährlichen Höhepunkt der Enduro Saison. Bis zum heutigen Tage, 2012 übrigens in Deutschland, findet sie mit bis zu 600 Teilnehmern aus aller Welt in einem anderem Land statt.

Im Ablauf und Wertung einer Enduroveranstaltung hat sich in den Jahren nicht viel geändert. Auf einem vorgegebenen Rundkurs von 50-80 km der drei bis vier mal zu befahren ist müssen die Teilnehmer in vorgegebenen Zeiten Zwischenziele erreichen, schafft er es nicht bekommt er Strafzeiten . In den Sonderprüfungen mit unterschiedlichem Geländecharakter wie Sandboden, Wald oder Motocross Strecken wird auf Geschwindigkeit gefahren um den endgültigen Sieger zu ermitteln. Die Strafzeiten werden zu den gefahrenen Zeiten in den Sonderprüfungen dazugerechnet.

Gestartet wird in zwei Klassen. Der „Deutschen Enduro Meisterschaft“ für die wirklich schnellen in dieser Motorsportart und dem „Deutschen Enduro Pokal“ die als Hobbyklasse anzusehen ist in der auch Einsteiger gut zurecht kommen. Die Wertung erfolgt in drei Einstufungen je nach Hubraum des Motorrads zusätzlich gibt es ab 2013 einen Jugendpokal bis 125 ccm .

Wie zu sehen ist nicht nur etwas für das jüngere Publikum unter den Motorsportfans. Weitere Informationen und Tipps zum Einstieg in den Endurosport sind bei den jeweiligen Ortsclubs zu finden die gerne Auskunft geben.

Offroadmeisterschaft geht nach Dreckenach

Der MSC Dreckenach konnte 2012 im Deutschen Enduro Pokal noch ein gutes Stück zulegen. Bis zu 9 Fahrer waren im Laufe des Jahres am Start. Unter den Top Ten in der Klasse bis 450 ccm konnte Thomas Klein in der Gesamtwertung den 5 Platz erzielen. Dabei sah es bis zur Mitte der Saison nicht danach aus soweit vorne mitzufahren. Auf dem 7 Platz nach unten durchgereicht ging es zum fünften Lauf ins hessische Waldkappel. 270 Offroad Kilometer standen hier zur Aufgabe die innerhalb von 8 Stunden zu absolvieren waren. Schwere Geländefahrt stand in der Ausschreibung was mit den steilen Waldauffahrten und schweren Wiesenböden bestätigt wurde. Das ideale Gelände für Klein, er konnte sich den 5.Platz zurückerobern den er über die restliche Saison erfolgreich verteidigte.

Nicht weniger spannend wurde es im oberbayrischen Streitberg. 275 km mit 9 Sonderprüfungen die nach gefahrener Zeit gewertet wurden sind schon eine Herausforderung. Hier konnte die MSCler Henrik Höhle wichtige 10 Punkte einfahren was ihm in der Gesamtwertung den 12 Platz einbrachte gefolgt von Rene Schilling auf Rang 13 ebenfalls aus Dreckenach. Achtungserfolg auch für Hennes Hahn mit 55 Jahren bei den Super Senioren dabei und mit Platz 11 trotz einiger Stürze und Krämpfe im Ziel.

Der Saisonabschluß in Dachsbach hatte es dann noch einmal in sich. Schneefall in der Nacht machten den Parcours zur Eisbahn und ein Drittel des Fahrerfeldes viel im Laufe des Tages aus. Wie auch Hendrik Höhle der schon am Start mit einer defekten Zündkerze gar nicht ins Rennen ging . Thomas Klein fuhr hier mit dem 4.Platz sein bestes Tagesergebnis ein.

Bestleistung die gleich zweifach für den Meistertitel reichte. Der MSC Dreckenach kürte ihn zum besten Fahrer des Jahres. Ebenfalls der ADAC Mittelrhein in der Offroadmeisterschaft des Landes. Erklärtes Ziel im nächsten Jahr, Vizemeister im deutschem Enduropokal.